Beratung und Hilfsangebote

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Telefonberatung für Mitglieder

Hast Du Fragen zu Deiner Schmerzerkrankung?

Als Mitglied kannst Du Dich von uns beraten lassen. Wir können  zwar keine medizinischen Auskünfte erteilen, aber unsere eigenen Erfahrungen geben wir gerne weiter. Fragen nach Therapeuten oder Selbsthilfegruppen in Deiner Nähe können schnell beantwortet werden.  Wenn Du Informationen zum Thema "Schwerbehinderung" suchst, erhältst Du kompetente Auskunft.  Wähle unsere Service-Nummer 0451 - 5854 4625 und halte  Deine Mitgliedsnummer bereit. Solltest Du nicht gleich durchkommen, gib Deinen Namen und Telefonnummer an, damit wir zurückrufen können. Informationen zur Mitgliedschaft findest Du hier.

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Arztbegleitung

Da Schmerzen nicht gemessen und diagnostisch kaum erfasst werden  können, ist der Arzt auf die Aussagen und Beschreibungen des Patienten  angewiesen. Schmerzpatienten müssen ihrem Arzt erklären, welche Art von Schmerzen sie haben und wo genau sie auftreten. Dies wird  für Menschen mit zunehmenden Alter immer schwieriger. 
Patienten sollten sich vor jedem Arztbesuch gut vorbereiten. Eine Hilfe dazu findest Du hier.
Schmerztherapeuten fordern von ihren Patienten vor der ersten  Untersuchung in der Regel die Beantwortung eines mehrseitigen  Fragenkataloges an. Die korrekte Beantwortung dieser Fragen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Therapieplan. Nicht jeder  Schmerzpatient ist in der Lage, diesen Fragebogen so auszufüllen, dass  der Arzt daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen kann.
Wir bieten unseren Mitgliedern kostenlose Hilfestellung beim Ausfüllen des Schmerzfragebogens und Begleitung beim Arztbesuch an. Wir erklären und "übersetzen" den Befundbericht und wir helfen mit, dass der Therapieplan umgesetzt und ausgeführt wird.
Wenn Du unser Hilfsangebot in Anspruch nehmen willst, ruf uns an unter 0451 - 5854 4625 und halte dazu Deine Mitgliedsnummer bereit; oder sende uns eine M@il.

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Schmerztagebücher

Die Führung eines  Schmerz-Tagebuches ist für Schmerzpatienten eigentlich unverzichtbar.  Es dient der eigenen Kontrolle der Medikamentenwirkung auf die Schmerzintensität und ist auch für den behandelnden Arzt eine  Hilfe für seine Entscheidungen in Bezug auf evtl. notwendige  Dosisanpassungen. Aus diesem Grund können die Eintragungen im Schmerztagebuch für den Behandlungsverfolg entscheidend sein.

Es ist wichtig, nicht nur die Schmerzstärke nach der Schmerzskala 1-10 zu dokumentieren, sondern auch, wann und in welcher Situation sich die Schmerzintensität  verändert hat. Was der Patient zu dem Zeitpunkt getan hat; was ihn  belastet hat oder welche positiven Ereignisse eingetreten sind.

Dem Arzt  ermöglicht die Dokumentation wichtige Einblicke zum vorliegenden  Schmerzsyndrom, und sie bieten eine Erfolgskontrolle bei neu begonnenen Therapieverfahren. Gegebenenfalls kann der Arzt so seine  Patienten neu einstellen oder auf einen besser geeigneten Wirkstoff oder  eine alternative Darreichungsform wechseln.

„Ich würde mich  gern wieder frei bewegen können, mit anderen lachen, ohne Angst und  Sorge sein und das Leben wieder genießen können“, so der Wunsch eines Schmerzpatienten. Schwere chronische Schmerzen haben mehr  Einfluss auf die Lebensqualität als jede andere chronische Erkrankung.  Patienten, die Schmerz als unerträglich, „zum Heulen“ empfinden und sich „gefangen“ fühlen, wünschen sich ihre Lebensqualität  zurück, indem der Schmerz nicht mehr ihr Leben kontrolliert.

Neuste Studien  legen nahe, dass das Verhalten von Angehörigen chronischer  Schmerzpatienten entscheidend sein kann: Soziale Unterstützung hilft bei der Schmerzbewältigung, hin zu mehr Aktivität – übermäßige Besorgnis  oder auch Bestrafung verschlimmern die Situation für die Betroffenen.

Neuere  Erkenntnisse weisen darauf hin, dass schmerzhafte Erfahrungen, die im  sogenannten Schmerzgedächtnis gespeichert werden, zwar nicht gelöscht, aber mit positiven Erfahrungen überschrieben werden können.  Das heißt, Patienten lernen dank der Flexibilität ihres Gehirns, dass  bestimmte Erlebnisse nicht zwangsläufig schmerzhaft sein müssen. Ein Ereignis, welches zuvor konsequent mit Schmerz verbunden  wurde, wird nun in einen nicht schmerzhaften Zusammenhang gebracht.  Durch dieses Neulernen treten neue, positive Erfahrungen an die Stelle des Schmerzes.

Damit Sie diese  positiven Erlebnisse festhalten und kleine wie große Erfolge während  Ihrer Therapie feiern können, haben namhafte Forscher und medizinische Experten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen  Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS)ein ganz besonderes  Schmerz-Tagebuch entwickelt und mit Unterstützung der Lilly Deutschland GmbH herausgegeben.

HW 15.07.15

Leider ist dieses ausgezeichnete Buch inzwischen vergriffen und nicht mehr lieferbar.

HW 27.12.18